2003 – 2007:

Im Rahmen des Projektes wurden junge Menschen –  auch mit einem sehr hohem Assistenzbedarf  – dabei unterstützt,  ihre beruflichen Interessen und Fähigkeiten herauszufinden.

Projektbeschreibung

Das Projekt LebensTräume ist dem Umstand geschuldet, dass an den Sonderschulen im Landkreis zwar mittlerweile Schulpraktika in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes durchgeführt wurden – SchülerInnen mit einem hohen Assistenzbedarf, die nach Beendigung der Schulzeit in eine Förder- und Betreuungsgruppe wechseln sollten, von diesen Angeboten jedoch ausgenommen waren.

Ausprobieren, um den Traumweg zu finden

Ziel von LebensTräume war, alle jungen Menschen, auch diejenigen mit einem sehr hohem Assistenzbedarf, dabei zu unterstützen, individuelle, inklusive Wege in der Arbeitswelt zu finden. Hierfür entwickelten und nutzten wir unterschiedliche Methoden und Werkzeuge. Über persönliche Zukunftsplanungen wurde ein fester Unterstützerkreis angeworben, der beim Herausfinden von Stärken und Fähigkeiten und bei der Akquise möglicher Praktikumsstellen eingebunden war. Kommunikationspässe und ein „one-page-profile“ halfen Außenstehenden dabei, sich mit den jungen Menschen vertraut zu machen.

Anleitung zum Glücklichsein

Wichtiger Bestandteil des Projekts waren auch verschiedene Gruppenangebote. Für Eltern gab es den „Eltern-beraten-Eltern-Treff“  und den “Infokreis Arbeit”. Für die Jugendlichen wurde der TräumerTreff“ gegründet, ein ergänzendes monatliches Freizeitangebot für Austausch und Begleitung durch die für die Projektarbeit verantwortlichen Sozialpädagoginnen. Letztendlich waren es die Finanzierungsmöglichkeiten durch die Nutzung des Persönlichen Budgets, die häufig langfristige betriebliche Inklusionsmöglichkeiten für einen weiten Personenkreis erlaubten. Über dieses Instrument war es möglich, die individuelle Assistenz in den Betrieben zu bezahlen.

Zukunftsweisende Erkenntnisse

Der externe oder oft auch interne Arbeitsassistent aus dem Betrieb heraus wurde zu einem verlässlichen Ansprechpartner für alle Beteiligten und somit zu einem wesentlichen Gelingensfaktor. Betriebliche Inklusion konnte so im Berufsbildungsbereich, im Rahmen der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und im anschließenden Arbeitsbereich unabhängig von einer Werstätte für behinderte Menschen (WfbM) organisiert werden. Häufig wurden die inklusiven Arbeitsformen ergänzt durch ein Persönliches Budget für die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (PB Freizeit). So wurde umfassend und nachhaltig für künftige Generationen mit passgenauer Assistenz eine Teilhabe inmitten der Gesellschaft angebahnt. Die Beteiligung einer WfbM ist nicht notwendig.

Neue Arbeitsmethoden

Seit LebensTräume und den hierüber neu geschaffenen Möglichkeiten über das Persönliche Budget, bei dem jeder Budgetnehmer das Geld selbst bekommt und verwaltet, arbeiten wir in Anlehnung an die Idee „virtueller Werkstätten“ und hauptsächlich mit Honorarkräften im Homeoffice. Anstellungsverhältnisse ergeben sich lediglich im Assistenzbereich.